Schufa

Die Schufa ist die Schutzgemeinschaft für allgemeine Kreditsicherung. Die Schufa wurde als unabhängige Einrichtung 1927 in Berlin gegründet. Die Abkürzung leitet sich auch noch aus ihrem ursprünglichen Namen "Schutzgemeinschaft für Absatzfinanzierung" her. Seit 1957 hat die Schufa ihren Hauptsitz in Wiesbaden. Die Schufa sammelt Daten von Verbrauchern über deren Zahlungsgebaren. Hierfür übermitteln Mitgliedsunternehmen der Schufa (Banken, Sparkassen, Handelsunternehmen) an die Schufa Daten ihrer Kunden. Dies darf nicht ohne Einwilligung des Kunden geschehen, wie der Bundesgerichtshof in einem Grundsatzurteil entschieden hat. Neben personenbezogenen Daten werden bei der Schufa Daten über Kredite und Konten (Girokonto, Tagesgeldkonto etc.), über Handyverträge, Konten bei Versandhändlern und über weitere Geschäftsbeziehungen des Kunden gespeichert (sog. Positivmerkmale). Daneben werden auch Daten gespeichert, die ein "nicht vertragsgemäßes Verhalten" betreffen (Negativmerkmale). Hierunter fallen z.B. Zahlungsausfälle und gerichtliche Vollstreckungsmaßnahmen. Im Falle der positiven Erledigung einer Forderung werden die Daten innerhalb von drei Jahren gelöscht. Dies gilt insbesondere für Eintragungen aufgrund von Krediten, titulierten Forderungen und nicht vertragsgemäß abgewickelten Geschäften. Eintragungen aufgrund von Girokonten oder Versandhandelskonten werden in der Regel nach Auflösung der Konten gelöscht. Viele Kreditanbieter werben häufig mit Krediten ohne Schufa oder Handy ohne Schufa. Solche Anbieter verzichten bei Vertragsabschluss auf die Schufa-Anfrage, allerdings sind dafür die Konditionen für den Kunden häufig schlechter.